Taxus baccata

(Abl. von griech. tóxon - Bogen, lat. bacca - Beere)

Die Eibe gehört zu den Bäumen, die lieber ein Schattendasein führen und in Mischwäldern leben. Sie kann bis zu 15 m hoch und über tausend Jahre alt werden.

In Deutschland steht sie auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Ein Grund ist, daß im ausgehenden Mittelalter das harte, trotzdem elastische und widerstandsfähige Holz für Waffen sehr begehrt war. Es wurden Bögen, Armbrüste und Lanzen daraus hergestellt, was z. B. in England und Schottland fast zur Ausrottung der Eibe führte, so daß diese vom Kontinent herbeigeschafft werden mußte. Dies führte langfristig zu einer massiven Reduktion des Eibenbestandes in Europa.

Trotz allem konnte sich die Eibe bis in die Neuzeit behaupten. Als sich jedoch vor ca. 200 Jahren die Waldbewirtschaftung im Sinne einer regulären Forstwirtschaft änderte, wurde die Eibe durch Anlegung von Monokulturen und Kahlschlagwirtschaft verdrängt. Darum gibt es heute kaum noch alte Eiben, obwohl die Forstwirtschaft seit längerem wieder naturnäher, bzw. eibenfreundlicher, geworden ist.

Begehrt sind junge Eiben auch bei Rehen, die gegen die Eibengifte (Taxane) resistent sind. Das trifft jedoch nicht für Pferde, Kühe und Schafe zu, was ebenfalls dazu führte, daß die Eibe jahrhundertelang mit der Axt bekämpft wurde.

 

Dieses weibliche Exemplar der Eibe (Taxus baccata) befindet sich auf der Rückseite des Restaurants Weißhaus am Rand des Sandsteinfelsens, mit Blick auf die Mosel. Sie zählt an die hundert Jahre.

Außer den roten (Schein-)Beeren, die nur bei weiblichen Eiben vorkommen, ist sie in allen Teilen sehr giftig.

Die Eibe ist zweihäusig, das bedeutet, es gibt männliche und weibliche Bäume. Nur die weiblichen Bäume bilden später den roten Samen mit einem roten, fleischlichen Samenmantel (Arillus) umgeben ist.

Obwohl die Eibe zu den Koniferen gehört, bildet sie keine typischen Zapfen aus und hat auch keine Harzkanäle.

 

 

 

 

Weibliche Scheinbeeren.

 

 

 

 

Eher unscheinbare weibliche Blüten                      Gelbe männliche Blüten

               

 

Die Eibe wächst häufig mehrstämmig. Ihre Wurzeln sind dicht, weitläufig und tiefreichend, sie können auch in stark verdichtete Böden eindringen. Am Stamm sehen wir eine rotbraune Schuppenborke.

         

 

 

 

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